Badischer Doppelweck: Harald Hurst & Gunzi Heil
Schon über 300 Mal produzierten Harald Hurst und Gunzi Heil gemeinsam im Ländle einen literarisch-musikalischen „Mega-live-Event“ oder vielleicht besser ein „Eventle“. Die beiden werfen sich locker die Bühnenbälle zu, abwechselnd, hin und her eben einfach so „rum un num“– und hinterher war’s dann ein Programm, jedenfalls fern ab von feierlichem Räuspern und stillem Wasser für den Dichter.
Harald Hurst ist derzeit der erfolgreichste Autor badischer Zunge. Geboren wurde er 1945 in Buchen Aufgewachsen ist er im zerbombten Karlsruhe, fuhr anschließend zur See, und kehrte um einige Illusionen erleichtert zurück. Mit nachgeholtem Abitur und turbulentem Studium wäre er fast als Lehrer zur Ruhe gekommen – aber eben nur fast.
Seit 1980 arbeitet Hurst als freier Schriftsteller und wurde schnell zum meistgelesenen Autor badischer Zunge. In seiner Sproch für dehaimrum kann Hurst die größten und kleinsten Katastrophen des Daseins zu Erzählungen verdicken, die den Sumpf des alltags wohltuend locker umwälzen und in befreiendem Lachen entkrampfen. Sein neuestes Buch Vergeß den Vogel enthält wiederum Geschichten und Gedichte aus dem alltäglichen Leben: witzige, lakonische Texte von hintergründigem, manchmal hinterhältigem Humor.